Unsere Prinzipien

Religio

Religio

Wir sind Christen, die sich trotz eines religionskritisch geprägten Umfeldes of­fen zum katholischen Glauben bekennen. Read More
Amicitia

Amicitia

Wir bilden den Rahmen für fach- und generationsübergreifende Freundschaf­ten, die über den Studienabschluß und das Read More
Scientia

Scientia

Als zukünftige Akademiker ver­suchen wir, einander im Studium zu helfen und über den interfakultären Austausch Read More
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Wer sind wir

Wer sind die Niedersachsen?

 

Studentische Traditionen sind fast genau so alt wie das Studententum und die Universitäten selbst.
Es kursieren viele unterschiedliche Geschichten und Gerüchte über die Bräuche und Gesinnung studentischer Verbindungen an den Hochschulorten. Als Mitglied einer Studentenverbindung ist man häufig argumentativ in die Defensive gedrängt, weil vorschnell Urteile auf Basis von publizierten Teilwahrheiten gefällt werden.
Deswegen möchten wir uns und unsere Verbindung auf den folgenden Seiten kurz vorstellen.

Was zeichnet uns als Studentenverbindung aus?

Als lebendige Gemeinschaft von Studenten und ehemaligen Studierenden gleicher und unterschiedlicher Studienrichtung bieten wir durch unser Verbindungsleben dem Einzelnen die Gelegenheit, seine individuelle Persönlichkeit nicht nur durch das eigene Studium, sondern auch durch neue Kontakte in einer neuen Gemeinschaft zu entwickeln und zu entfalten.
Als äußeres Zeichen unserer Freundschaft und der inneren Verbundenheit tragen wir das grün-rot-schwarze Band.
Das Füreinandereinstehen zeigt sich bei uns in der gegenseitigen Hilfestellung im Bereich des Studiums und des Privatlebens.
Austragen von Mensuren, Trinkzwang oder eine parteipolitische Ausrichtung gehören nicht zu unserem Verständnis von Verbindung.

Unsere Verbindungsgeschichte

Damals, nach dem Ersten Weltkrieg, 1920, gründeten junge Studenten in Braunschweig gegen mancherlei Widerstände die erste nichtschlagende, aber farbentragende Korporation: die "Akademische Verbindung Niedersachsen" im CV. Gewiß, damals trug man noch Stehkragen, aber das tat einem frohen Freundeskreis mit den Grundsätzen "Religion, Wissenschaft und Freundschaft" keinen Abbruch. Man plante gemeinsame Freizeit und half sich beim Studium an einer Technischen Hochschule, die zwischen den Kriegen nie mehr als 1200 Studenten hatte, meist erheblich weniger. Für zwanzig Korporationen eine schmale Basis. Aber erst als Ende der 20er Jahre der Nationalsozialismus in die Studentenschaft eindrang, auch in die Korporationen, kam der Niedergang. Als katholische Verbindung, bestärkt durch die reservierte Haltung ihrer Kirche, machte zwar die "neue Zeit" nur geringen Eindruck auf "Niedersachsen", Widerstand regte sich jedoch auch nicht. Nach Hitlers Machtübernahme gelang es nicht mehr, Bundesbrüder zu werben. 1935 erlosch die Verbindung, zehn Jahre später versank das Dritte Reich in Schutt und Asche.

An ein Wiedererstehen der alten Korporationen glaubte niemand mehr. Und doch. Junge Leute aus der Kath. Studentengemeinschaft Braunschweig waren wieder angetan von der Idee einer Lebensverbindung und gründeten 1948, unterstützt von zunächst nur wenigen Alten Herren, die "Niedersachsen" als Kath. Deutsche Studentenverbindung neu. Im Zuge der religiösen Renaissance nach dem Krieg gedieh die junge Gemeinschaft und überwand in jugendlicher Unbekümmertheit die Armseligkeit der Zeit. Vom Überkommenen übernahmen die Jungen das, was ihnen wesentlich erschien: Die Regeln des Zusammenlebens und bei ihren Zusammenkünften das Farbentragen als Zeichen innerer Verbundenheit. Alte Zöpfe wie Trinkzwang oder "Standesehre" blieben abgeschnitten. Mit der Besserung der Lebensverhältnisse wuchs auch wieder der Kontakt zu Verbindungen des Cartellverbandes (CV) an anderen Universitäten; Studienplatzwechsler wurden Mitglieder bei "Niedersachsen" und umgekehrt.

1965 ging ein alter Traum in Erfüllung: Zusammen mit der Akad. Turnverbindung "Saxonia" bezog "Niedersachsen" ein eigenes Haus. Aber als wenn äußeres Wohlergehen eine Wende ankündigte, im Gefolge der "Studentenrevolte" von 1968, kam es zur Krise. Studenten der "Neuen Linken" gewannen in der Verbindung die Oberhand, bei der radikalen Verfolgung politischer Utopien blieb die bundesbrüderliche Freundschaft auf der Strecke. Nur unter Aufbietung aller gutwilligen Kräfte gelang es schließlich, die wirren Ideologen wieder aus der Verbindung zu drängen. Ein schwieriger Wiederaufbau folgte.

Das Unwetter war vorüber, aber Sturm und Drang in der Aktivitas sind geblieben. Heiß wurde im Lichte der Ökumene über die Beibehaltung des "Katholizitätsprinzips" diskutiert. Schon einmal, zu Beginn des Dritten Reiches, war die "konfessionelle Begrenzung" - zwangsweise - aufgegeben worden. Bei aller Achtung ihrer evangelischen Mitchristen blieb die Verbindung aus Gründen der inneren Geschlossenheit nun ihrem Grundsatz treu. Bei einem anderen Thema der Zeit erreichten die Wogen des Engagements - wie sollte es anders sein - Spitzenwerte: Frauen in der Verbindung. Sie sind zwar längst überall dabei, ausgenommen die Convente. Aber hier ging es um die volle Mitgliedschaft und Couleur. Schweren Herzens fügte man sich doch den Realitäten: Das war in Verbindung und Cartellverband aus vielerlei Gründen nicht durchzusetzen.

Hier und in ihrer ganzen Geschichte zeigt sich das Wesen einer traditionellen Verbindung im Vergleich mit vielen ungebundenen studentischen Vereinigungen, die kommen und gehen. Drei Generationen in einer lebenslangen Gemeinschaft, die Ältesten noch im Kaiserreich geboren. Sie alle waren einmal Studenten an derselben Carolo-Wilhelmina, im selben Braunschweig. Sie alle trugen einmal das Leben der Verbindung. Vieles hat sich seit den Anfängen geändert, und manches wird noch anders werden, aber die Grundsätze der Gründer werden bleiben, nämlich die Freundschaft im Bund auf der Grundlage gemeinsamen Glaubens und geistiger Bildung.

Wonach wir leben...

Obwohl wir anderen Meinungen immer offen gegenüber stehen, haben sich drei Grundsätze bewährt, die das Leben in unserer Verbindung prägen und gerade für eine moderne Gesellschaft von großer Wichtigkeit sind.

1. Religio
Wir sind Christen, die sich trotz eines religionskritisch geprägten Umfeldes of­fen zum katholischen Glauben bekennen. Unser Glaube ist lebendiger Bestandteil des Verbin­dungslebens und findet seine Umsetzung im täglichen Umgang, in gemeinsamen Gottes­dienstbesuchen, in Vorträgen, Gesprächen und im kritischen Auseinandersetzen mit Glaubens­fragen.

2. Scientia
Als zukünftige Akademiker ver­suchen wir, einander im Studium zu helfen und über den interfakultären Austausch der ein­zelnen Studienrichtungen an Weitblick und Umsicht zu gewinnen. Interessante Vorträge, die wir besuchen oder selber veranstalten, tragen zur Erweiterung unseres Allgemeinwissens bei und sind immer wieder Anlass zu Dis­kussionen, die neue Denkanstöße geben.
Die Unabhängigkeit der Wissenschaft und Lehre gegenüber politischen und     ideo­logischen Strömungen ist unantastbar.
Wir befürworten Bestrebungen zur Schaffung freiheitlicher und gerechter Lebensbedingungen und zur Verständigung der Menschen und Völker untereinander.

3. Amicitia
Wir bilden den Rahmen für fach- und generationsübergreifende Freundschaf­ten, die über den Studienabschluß und das Berufsleben hinaus gepflegt  wer­den. Eine wesentliche Grundlage für Freundschaft sehen wir im gegenseitigen achtungsvol­len Umgang.

 

Lesen Sie mehr über unsere Geschichte.

Unser Wappen

WappenDas Wappen zeigt einen halbrunden, gevierteten Schild. Das (heraldisch) rechte Obereck stellt auf grünem Grund den Löwen Herzog Heinrichs dar als Symbol der Stadt Braunschweig und ihrer einstigen Macht. Das linke Obereck zeigt das weiße Sachsenroß auf rotem Grund, das dem Sigillum Collegii Carolini, der späteren Technischen Universität, entstammt. Im rechten Untereck befinden sich, rechts geschrägt, die Verbindungsfarben grün-rot-schwarz, und im linken Untereck steht die Eule mit Zirkel auf grünem Grund für die Ingenieurwissenschaften. Belegt ist der Schild mit einem schmalen weißen Malteserkreuz als Hinweis auf eine katholische Verbindung. Der weiße Herzschild mit dem schwarzen Zirkel ist das studentische Zeichen der Verbindung. Auf dem Schild ruht ein Spangenhelm mit Halskleinod und mit drei Straußenfedern als Helmzier in grüner Farbe. Die üppig ausgeschnittene Helmdecke ist auf der inneren Seite rot, auf der äußeren schwarz.

Unser Zirkel

ZirkelIm Zirkel sind mehrere Buchstaben verschnörkelt zusammengesetzt, ähnlich wie man es beim &-Zeichen findet (lat. et). Er ist für jede Verbindung einzigartig, er beinhaltet bei uns die Buchstaben V, F und C für die Anfänge des Satzes "vivant fratres coniuncti" (Es leben die vereinten Brüder!), ebenso wie den ersten Buchstaben des Verbindungsnamens, also N. Desweiteren natürlich auch die Abkürzung unseres Dachverbandes CV. Die Buchstaben v, c und f verkörpern ebenso den Wunsch nach einer Verbindung, die lebt, wächst und blüht (vivat, crescat, floreat). 

Unser Dachverband - der CV

Die KDStV Niedersachsen gehört seit ihrer Gründung dem Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV) an.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann das Bekenntnis zum katholischen Glauben im überwiegend protestantischen beherrschten deutschen Raum nach der Säkularisierung zu erstarken. Damit gründeten sich an mehreren Universitäten katholische Verbindungen, die die Mensur aus Glaubensgründen ablehnten. Dadurch grenzten sie sich vom Großteil der bestehenden Korporationen ab, was eigene überregionale Zusammenschlüsse förderte. In die gleiche Zeit fällt die Entstehung der Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands (1848), dem heutigen Deutschen Katholikentag. Die älteste CV-Verbindung, die Bavaria Bonn, stammt aus dem Jahre 1844.

Heute ist der CV mit über 30.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste alleinstehende studentische Zusammenschluß in Europa, darunter sind Verbindungen in Polen, Italien und der Schweiz. Befreundete Verbindungen sind in Belgien, Frankreich, Ungarn und Japan zu finden. Die Mitgliedsbünde des CV nennen sich Verbindungen und tragen Farben.

Bekannte Mitglieder des CV sind bzw. waren:

Papst Benedikt XVI, Pater Rupert Mayer S.J., Johannes-J. Kardinal Degenhardt, Erzbischof Johannes Dyba, der ehem. Reichskanzler Hermann Brüning, Franz-Josef Strauß, Rainer Barzel, Richard Stücklen, Seine Kgl. Hoheit Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern, Otto von Habsburg, Klaus Kinkel, Philipp Jenninger, Friedrich Merz und Thomas Gottschalk.

Ein junges bekanntes Miglied ist der Nationalspieler Christoph Metzelder. Im Juni 07 hat die Süddeutsche Zeitung ein Interview über seine Mitgliedschaft veröffentlicht.

Zwischen den Mitgliedern des CV existiert eine enge Verbundenheit über die Mitglieder der eigenen Verbindung hinaus. Dies findet beispielsweise Ausdruck darin, daß allgemein in der Anrede zwischen den CVern das "Du" gilt. Da an nahezu jedem Hochschulort eine CV-Korporation zu finden ist, kann man bei Reisen dort immer mit einer freudigen Aufnahme und einer Übernachtungsmöglichkeit rechnen

Der Europäische Kartellverband

Im europäischen Rahmen haben sich einzelne Verbindungen und insgesamt 16 Dachverbände (darunter sowohl Studenten- als auch Schülerverbindungen) mit mehr als 120.000 Mitgliedern zum Europäischen Kartellverband Christlicher Studentenverbände (EKV) zusammengeschlossen, der als beratende Non-Governmental-Organization (NGO) am Europa-Rat eine beratende Stimme hat. Der EKV möchte im europäischen Rahmen die Ziele seiner Mitglieder fördern und dabei das Zusammenwachsen zu einem geeinten, christlichen Europa unterstützen.

Infos zu Studentenverbindungen

Zunächst einmal muß man feststellen, daß es die eine Verbindung nicht gibt, die einzelnen Verbindungen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Typischerweise sind Studentenverbindungen die Zusammenschlüsse von Studenten und ehemaligen Studenten, die gemeinsam gewisse Ziele (Prinzipien) verfolgen. Allen gemeinsam ist der Gedanke, daß im Studium geschlossene Freundschaften auch über das Studienende hinaus halten.

Die Ziele können das gemeinsame Sporttreiben, Musizieren, die Verbesserung der hochschul- und politischen Bildung oder auch - wie bei uns - das freundschaftlich-fröhliche zusammen Studieren mit christlicher Prägung.
Normalerweise beginnt die Mitgliedschaft als junger Student mit einer Probezeit, in der das neue Mitglied die Gemeinschaft kennenlernt und umgekehrt. Nach dieser Probezeit, etwa nach einem Jahr, fällt die Entscheidung auf dauerhafte Mitgliedschaft, die in der Regel ein Leben lang hält. Beendet man sein Studium, so gelingt es durch die Organisation und Struktur der Verbindungen, den Kontakt zu halten.

Ein Großteil der Verbindungen nimmt ausschließlich männliche Mitglieder auf, vergleichsweise wenige sind gemischt, und noch weniger bestehen nur aus Damen.

Ein Teil der Korporationen fordert von ihren Mitgliedern ein besonderes Zeichen der Verbundenheit, die Mensur. Dies studentische Fechten diente früher zur Austragung von Ehrenstreitigkeiten, heute ist sie häufig als besonderes Bekenntnis zur Verbindung zu verstehen. Wir lehnen die Mensur als Vorstufe des Duells ab.

Nicht wenige Verbindungen sind konfessionell oder allgemein christlich ausgerichtet, ihre Mitglieder bekennen sich mit und in der Verbindung zu ihrem Glauben.

Viele Korporationen haben sich in eigenen Dachverbänden zusammengeschlossen. So unterschiedlich die Verbindungen sind, so verschieden sind auch die Dachverbände.